Der große Volo-Showdown
Ein Studio. 18 Volos. Ein unvergesslicher Abschluss.
Am Anfang stand nur ein Datum, ein Studio und der Auftrag ein Abschlussprojekt als „Visitenkarte ins Haus“ auf die Beine zu stellen. Kein Konzept, kein Plan – aber eine Menge Ideen und Lust, etwas Besonderes zu schaffen. Eins war sofort klar: Das wird groß. Und herausfordernd. Und einmalig.
Acht Monate später stehen 18 ZDF-Redaktionsvolontär:innen vor rund 100 Studiogäst:innen. Kolleg:innen aus allen Direktionen. Freund:innen. Familie. Standing Ovation, tosender Applaus.
Wie aus Chaos, Struktur und aus Ideen, Realität wurde
Von Anfang an war klar: Wir wollen mehr als eine Show. Wir wollten ein Gesamtkonzept – Studio, Stream, Distribution und die menschliche Komponente als Einheit gedacht. Um das zu schaffen, haben wir uns organisiert. Statt uns in Details zu verlieren, hat sich schnell ein Kernteam gebildet, das Struktur schuf, Deadlines setzte und all die unsichtbaren Zahnräder ineinandergreifen ließ – von Sicherheitsmanagement über Kalkulation bis zur Ablaufplanung. So konnte jede:r aus der Volo-Gruppe genau da andocken, wo die eigenen Stärken lagen.
Gemeinsam mit Tobias Bluhm durfte ich die Projektleitung übernehmen – mit allem, was dazugehört: Aufgaben priorisieren, Prozesse moderieren, Teams koordinieren, Entscheidungen transparent machen. Während alle über das Jahr hinweg in unterschiedlichen Redaktionen arbeiteten, war es unsere Aufgabe, alle Fäden zusammenzuführen und sicherzustellen, dass die Show am Ende mehr wird als eine bloße Abschlussveranstaltung – nämlich ein Moment, der zeigt, was wir gemeinsam bewegen können.
Und das ist sie geworden. 90 Minuten Programm, live auf der Bühne und im internen Stream, mit so viel Energie, Witz und Herzblut, dass es sich magisch anfühlte.
Showtime: Unser großes Volo-Finale
Zum Einlass lief mein 23-minütiger Film über alle 18 Volontär:innen mit Interviews und Archivmaterial, als filmischer Rückblick auf zwei Jahre Ausbildung. Sarah Danquah brachte gemeinsam mit Mainzelmännchen Det das Publikum in Stimmung, bevor Christian Hauser und Marie Scholl die Show offiziell eröffneten und souverän durch das Programm führten: charmant, interaktiv, mit Wetten, Publikumsaktionen und Augenzwinkern.
Laura Ozdoba zeigte in einem Supercut zwei Jahre Volontariat in wenigen Minuten, während Dina Bogdanski und Sarah Danquah jeden einzelnen Volo in einer humorvollen PowerPoint vorstellten. Die Fiction-Volos Eliane Wikert, Sinem Kicirti, Leontina Klein, Sarah Touihriat und Leon Wille stellten in einem Talk ihren Kurzfilm „Der letzte Platz“ vor. Johannes Lieber und Patrick Müthing führten mit einer dreiteiligen Chart-Show durch unsere besten Insider-Momente. Ziyad Farman interviewte live unsere Ausbildungsleiterin Sonja Schünemann – ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.
Es folgten Schalten von Alina Reissenberger und Patrick Müthing ins Studio, ein Torwandschießen zwischen Stefan Leifert und Bobby Cherian im Sportstudio-Stil, moderiert von Tobias Bluhm, und ein ZDF-Quiz zwischen Team Volo (Laura Ozdoba & Johannes Lieber) und den ZDF-Allstars Beate Thewalt und Jörn Ratering, moderiert von Quiz-Master Christian Hauser. Krönender Abschluss: die Live-Performance unseres eigenen Volo-Songs, gesungen von Leontina Klein und produziert von Kolja Hirdes. Gänsehautmoment.
Hinter den Kulissen haben so viele Menschen dazu beigetragen, dass diese Show möglich wurde: Ob im Gäst:innenmanagement, der Maske, Requisite, als Fotografin, im Produktionsteam hinter der Kamera und in der Regie – ohne sie wäre kein Bild über den Bildschirm geflimmert und kein Ton durch den Lautsprecher gedrungen. Insbesondere Götz Brandt und Markus Kainz, die mit uns unzählige Male überlegt haben, wie wir all unsere verrückten Ideen Wirklichkeit werden lassen können.
Nach der Show klang der Nachmittag beim Get-Together im Foyer aus – mit Snacks, Getränken, Networking, einer Kino-Vorführung des Fiction-Kurzfilms und einer exklusiven ZDF-Führung für externe Gäste.
Was bleibt, wenn der Applaus verhallt
Große Projekte brauchen Organisation. Aber sie leben von Vertrauen, von Menschen, die Verantwortung übernehmen, und von dem Mut, Dinge einfach zu versuchen – auch, wenn man anfangs nicht weiß, ob sie funktionieren. Diese Show war kein Selbstläufer. Sie war ein gemeinsamer Kraftakt, der uns gezeigt hat, wie viel möglich ist, wenn man sich aufeinander verlässt.
Was bleibt ist tiefe Dankbarkeit – und das Gefühl, Teil eines Teams zu sein, das nicht nur Fernsehen gemacht, sondern eine unvergessliche Erinnerung geschaffen hat.



