GrünHandeln
Ein Blick hinter die Kulissen eines Formats, das sich der Klimakrise und nachhaltigen Veränderungen widmet. Erkunden Sie mit mir die Höhen und Tiefen, die ich bei GrünHandeln erlebt habe, und entdecken Sie, wie sie meine journalistischen Fähigkeiten geformt haben.
Während meiner praktischen Bachelorarbeit entwickelte ich ein multimediales, konstruktiv-journalistisches Instagram-Format namens @GruenHandeln. Das Kernanliegen bestand darin, Informationen über die Wechselwirkung zwischen der Klimakrise und unserem eigenen Handeln zu vermitteln.
Dabei konnte ich die Konzeption von GrünHandeln mit Unterstützung von Autor und Umweltjournalist Prof. Dr. Torsten Schäfer wissenschaftlich begleiten. So hatte ich die Möglichkeit, mich mit verschiedenen klimajournalistischen Qualitätskriterien zu befassen und Werkzeuge der Formatentwicklung anzuwenden:
- Marktanalyse von Klimaformaten auf Instagram
- Personaentwicklung zur Zielgruppenbestimmung
- Erstellung eines spendenbasierten Erlöskonzepts
- Performance Tracking der Engagementparameter
- Publikumsbefragung zur Nutzer:innenevaluierung
Während meiner Arbeit bei GrünHandeln habe ich gelernt, journalistische Inhalte plattformspezifisch umzusetzen, verantwortliches Community-Management zu betreiben und Erkenntnisse aus den Performance-Daten der Beiträge zu gewinnen. Diese Erfahrungen haben meine Fähigkeiten im Bereich des digitalen Journalismus und Social-Media-Management erheblich gestärkt. Innerhalb von sieben Wochen war es GrünHandeln so möglich,
- fünf Nachhaltigkeitsthemen zu behandeln,
- 49 Instagram-Beiträge zu veröffentlichen,
- über 4.600 Profile zu erreichen und
- eine Interaktionsrate von 27 Prozent zu erzielen.
Zu scheitern, Fehler zu machen oder dass manche Inhalte nicht unseren Erwartungen entsprechen, ist unvermeidbar. Bei GrünHandeln gab es auch solche Situationen: Fehler in Untertiteln, ausbleibende Reaktionen von Interviewpartner:innen und gelegentliche Abweichungen vom Contentplan. Doch dort, wo Fehler entstehen, ist auch der ideale Nährboden für Wachstum. GrünHandeln lehrte mich, flexibel auf Planänderungen zu reagieren, Produktionsabläufe zu optimieren und neue Fachkenntnisse zu erwerben.
Trotzdem, die Klimakrise ist eine globale Problematik, welche eine umfassende systemische Transformation zu dessen Bewältigung benötigt. Ein Format, welches den Fokus auf klimaschonende Veränderungen im Leben eines Individuums legt, verschiebt die Verantwortung und den tatsächlichen Handlungsbedarf von notwendigen Änderungen in Politik und Wirtschaft auf die Einzelperson. Auch aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, GrünHandeln nicht fortzuführen.
